Als Linebetreiber sehen Sie sich plötzlich einem scheinbar unwiderstehlichem Angebot gegenüber und fragen sich warum die anderen Anbieter Ihnen nicht solch eine wunderbare Auszahlung offerieren.
Meist sind solche Angebote sehr geschickt gestaltet und auf den ersten Blick sind die vielen, kleinen Stolperfallen kaum zu erkennen. Wenn jedoch eine Auszahlung 20 oder 30cent oder sogar noch mehr über dem marktüblichen Preis liegt, ist es auf jeden Fall angebracht einen genauen Blick auf die Konditionen zu werfen.
Hier ein Überblick über die häufigsten Tricks und Probleme:
1. Mehrwertsteuer wird einberechnet
Unter Gewerbetreibenden ist es üblich Nettopreisen anzugeben, da die Umsatzsteuer sowieso abgeführt werden muss und nur die Kalkulation erschwert.
Einige Anbieter rechnen die Mehrwertsteuer aber trotzdem in die Auszahlung ein und suggerieren so eine viel höhere Auszahlung.
2. Extra Gebühren
Verbindungskosten, Gesprächsaufbaukosten, u.ä. sind häufig nicht in die Auszahlung eingerechnet und müssen noch abgezogen werden. Auch sollten Monatsgebühren zumindest grob in den Minutenpreis umgerechnet werden. Teilen Sie dazu die Monatsgebühr durch die Minuten, die sie durchschnittlich monatlich telefonieren und ziehen sie den errechneten Betrag von der Auszahlung ab.
Kommen extra Kosten für die An- und Abmeldung auf Sie zu?
3. Ungesicherte Auszahlung
Wird nichts extra angegeben, handelt es sich um das sogenannte offline-billing, also eine ungesicherte Auszahlung bei der Sie als Linebetreiber die Ausfälle, die ein nicht zahlender Anrufer verursacht, übernehmen müssen. Und zwar die kompletten Ausfälle, also auch den Anteil, den der Netzbetreiber und der Anbieter verdienen würde.
Wie hoch der Ausfall über die Zeit bleibt, hängt auch von der Qualität des Inkassobüros ab mit dem der Provider zusammen arbeitet. Die weitgehend kostenlosen Unternehmen zeichnen sich unserer Erfahrung nach nicht unbedingt durch eine hohe Erfolgsquote aus.
Einige Provider geben die Nachzahlungen auch nur über einen bestimmten Zeitraum an die Kunden weiter. Dabei treffen Zahlungen teilweise noch nach Jahren ein.
Auf jeden Fall sollte eine gesicherte nicht mit einer ungesicherten Auszahlung verglichen werden.
4. Auszahlung in Fremdwährung
Der Schweizer Franken ist nicht mehr an den Euro gekoppelt, wodurch es zu teilweise erheblichen Währungsschwankungen kommen kann. Wird die Schweizer Servicenummer in CHF ausbezahlt, können Sie nie wirklich sicher sein, was Sie am Auszahlungstag bekommen werden.
Manche Provider werben sogar mit extrem hohen Auszahlungen in Euro, aber dann zeigt sich, dass dies nur Beispiele sind, für einen Tag mit besonders günstigem Wechselkurs.
KasCada zahlt immer in Euro aus und bietet so hohe Planungssicherheit!
5. Niedrige Monatsgebühren nicht dauerhaft
Manche Monatsgebühren sind nur für Neukunden und steigen nach einem bestimmten Zeitraum.
Bei KasCada zahlen sie keine Monatsgebühren, sondern wenn überhaupt nur eine geringe Mindernutzung, falls die Mindestminuten in dem jeweiligen Monat nicht erreicht werden.
6. Kündigungsbedingungen
Die Kündigungsfrist kann sehr lang sein, gleichzeitig existieren aber auch Klauseln, die zu einer automatische Kündigung bei zu geringem Minutenaufkommen führen.
7. Technik auf Sparflamme
Und nicht zuletzt sollte immer geprüft werden, welche Systeme Ihnen zur Verfügung stehen. Auch für einen Einzelberater können kleine Raffinessen einen großen Unterschied bedeuten.